Showing posts with label Are Thoresen. Show all posts
Showing posts with label Are Thoresen. Show all posts

Saturday, January 24, 2026

DRITTE KONFERENZ MIT ARE THORESEN IN DEN NIEDERLANDEN: Die Bedeutung der Elementaren Welt für das Verständnis der Gralsgeschichte, Atlantis und Anthroposophie


 
Zum dritten Mal wird der erfolgreiche norwegische Autor, Arzt und Seher Are Simeon Thoresen (DVM) eine Konferenz an drei verschiedenen Orten in den Niederlanden halten. Der Sprecher, der seit 1981 eine private ganzheitliche Klinik in Sandefjord, Norwegen, zur Heilung von Mensch, und bis 2024 von Pferd and Haustier, nach der von ihm entwickelten 'Mittelmethode' leitet, wird vom 25. Februar bis 2. März drei Vorträge halten, ein Seminar leiten und Behandlungen anbieten. Diesmal wird er unterstützt von dem Gründer und Direktor des Willehalm-Instituts für Anthroposophie als Gralsforschung, Königliche Kunst und Sozialorganik in Amsterdam, Robert Jan Kelder, der PowerPoint-Präsentationen geben wird.

PROGRAMM

I - Mittwoch, 25. Februar

The Parzival Revolution – Wolfram von Eschenbach as a Historian, PowerPoint-Präsentation von 13:00 - 15:00 Uhr durch Robert Kelder basierend auf dem Buch „Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit des Grals“ von Wener Greub als Einleitung zu dem Vortrag:

The Importance of the Elemental World for Understanding the History of the Grail, Atlantis and Anthroposophy Vortrag von 16.00 bis 18.00 Uhr von Are Thoresen für ein breites Publikum auf Grund o.a. seiner Bücher “Reisen auf dem Nördlichen Einweihungsweg“ und „Die vergessene Mysterien von Atlantis“

Ort: „Embassy of the Free Mind“ (Bibliotheca Philosophica Hermetica), Keizersgracht 123, 1015 CJ Amsterdam. Beide Veranstaltungen werden live übertragen. Für weitere Auskunft and Anmeldung siehe hier.

II – Donnerstag, 26. Februar

Fortsetzung von Tag I zur gleichen Uhrzeit, jedoch mit Schwerpunkt auf dem medizinischen/ therapeutischen Aspekt der Anthroposophie. Die Präsentation über die Parzivalrevolution wird auf Niederländisch gehalten mit einer englischen Zusammenfassung.

Ort: Roosendaal. Eintritt für beide Veranstaltungen: 30 €

III - Freitag, 27. Februar

Fortsetzung von Tag II, diesmal wiederum auf English von 16.00 - 18.00 und 19.00 – 21.00 Uhr, mit Schwerpunkt auf der jüngsten Entwicklung vom dreigliedrigen zum viergliedrigen Wesen des sozialen Organismus

Ort: Adriaan Roland Holst Schule, Prins Hendriklaan 56-58, 1862 EL Bergen (N.H.) Zugang für beide Veranstaltungen: € 40

IV – Samstag, 28. Februar und Sonntag, 1. März

We Have Found a Path – Foir Possibilities to Enter the Spiritual Worlds Seminar mit Are Thoresen von 12.00–18.00 Uhr am Samstag und von 10.00–19.00 Uhr am Sonntag, basierend u.a. auf seinen Büchern „Fading und Merging“, „Die vier Tore“ und „Die vier Wege“.

Ort: Adriaan Roland Holst Schule in Bergen. Eintritt pro Tag: € 60, für das gesamte Seminar: € 100

V – Montag, 2. März

Zeit für Behandlungen: 10.00–13.00 Uhr

Ort: Heiloo

Hinweis: Anmeldung ist erforderlich. Für Tag II – V: contact@christall.nl. Die Konferenz wird organisiert vom Willehalm Institut (willehalm@gmail.com), außer Tag 1, der veranstaltet wird in Zusammenarbeit mit „The Embassy of the Free Mind“ (info@efm.amsterdam). Für Essen und Getränke wird für Tag III und IV gegen Bezahlung von Bargeld gesorgt. Die vorhergenannte Bücher Thoresens sind u.a. beim Amazon erhältlich.

(Änderungen vorbehalten)

Tuesday, September 9, 2025

WILLEHALM INSTITUT NACHRICHTEN Nr. 7 vom 7. September 2025: "POWERS TO THE PEOPLE - Auf dem Weg zur Akklamation des ersten Kaisers und der ersten Kaiserin Europas: Ein sozialorganisches, neu-christliches und magisches Mysterienspiel in drei Akten als Beitrag zur Feier des 750. Geburtstags der Kaiserstadt Amsterdam"

Eine erste Synopse von Robert Jan Kelder

Europe is dying.“
Elon Musk auf X vom 17. November 2024

„Der Schatten des Kaisers spukt in Europa.“
Valentin Tomberg, „Meditationen über die Großen Arcana des Taro“

„Die Zukunft Europas wird gerade von Norwegen sehr viel zu erwarten haben.“
Rudolf Steiner in Christiana (Oslo), Norwegen, am 16. Mai 1923 (GA 226)

I. Einführung

Diese 7. Ausgabe der Willehalm Institut Nachrichten ist eine erweiterte Übersetzung der 1. englischen Ausgabe der Willehalm Institute News (WIN) „POWERS TO THE PEOPLE -Towards the Acclamation of the First Emperor and Empress of Europe – A Social-Organic, Real-Life Mystery Play in Three Acts as a Contribution to the Celebration of the 750th  Birthday of the Imperial City of Amsterdam” vom 26. August, 2025. Hier auf diesem Blog sind auch die am 12. August 2025 erschienene 6. deutsche WIN-Ausgabe unter dem Titel „König Artus lagerte am Ufer der Birs“, sowie die 5. Deutsche WIN-Ausgabe „Widar, Are Thoresen und das neue Hellsehen“ vom 9. September 2024 und frühere WIN-Ausgaben zu lesen.

II. Wie es dazu kam.

Anlass für dieses Textes war das Treffen Mitte August der sieben wichtigsten Führer Europas, besser gesagt Politiker, darunter der Generalsekretär der NATO, mit Präsident Trump im Weißen Haus, bei dem sie völlig unfähig waren, sich gegen den "Kaiser Amerikas" zu behaupten und eine gerechte und dauerhafte Lösung des Grenzkonflikts im Ukraine auf den Tisch zu legen. Als Gegen-maßnahme habe ich online die Einführung zu meinem englischen Manifest „The Structural Basis for Peace Negotiations between Russland and Ukraine is Social Organics” zirkuliert, das erstmals 2023 bei einer Friedensdemonstration in Amsterdam vorgestellt wurde, mit einem Link zu meiner englischen Online-Publikation „Rudolf Steiner‘s Memoranda – Powers to the People”, die 2022 im Elisabeth-Vreedehaus in Den Haag vorgestellt wurde. Es umreißt die ersten vier Phasen des neuen Zivilisationsprinzips oder der Sozialorganik, die zwischen 1917 und 1923/24 vom Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner (1861-1925), mit dem Motto „Freiheit im Geistesleben, Gleichheit im Rechtsleben und Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben“ eingeführt und weiterentwickelt wurde. Nur auf diesem fruchtbaren Boden, von Weisheit und Stärke durchdrungen, kann Europa sich zwischen Ost und West behaupten und aus dem Schatten des Kaisers hervortreten, dieses Europa, das durch die Selbstzerstörung Mitteleuropas durch seine drei größten Feinde Bismarck, Kaiser Wilhelm II. und Hitler selbst zerstört wurde. Dies hat der deutsche Philosoph/Anthroposoph Herbert Witzenmann (1905-1988) 1979 in seinem großartigen Eröffnungsvortrag „Über Trümmern Vertrauen“ der Tagung „Beiträge zur Weltlage“ in Arlesheim, Schweiz nicht nur dargestellt, sondern darüber hinaus angegeben, wie angesichts des seelisch-geistigen Trümmerfeldes Europas, die durch Rudolf Steiner begründete, neue Art der Welterfassung dazu berufen ist, der Materialismus zu überwinden und eine neue christliche Zivilisation der Mitte zu begründen. (Siehe dazu: “Herbert Witzenmann 1980 – Erweiterte Sondernummer der ‚Beiträge zur Weltlage‘ des Arbeitskreises zur geistgemäßen Durchdringung der Weltlage“ Nr. 55 vom 16 Februar, Dornach 1980, S.7.  Dieser  Arbeitskreis ist seither verschollen und das Helft nirgends, es sei denn antiquarisch, erhältlich.-  Siehe auch „ÜBER TRÜMMERN VERTRAUEN – Zum Wiedergewinn des realen Bodens worauf wir bauen können“. Es handelte sich dabei um zwei begründete, aber nicht behandelte Anträge an die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft im Goetheanum, Dornach vom März 2018, die symbolhaft illustriert wurden mit dem Bild eines eingestürzten Bunkers auf dem Isteiner Klotz, einem  markanten Bergrücken am Ufer der Rhein im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg, der als Teil der Siegfriedlinie am Ende des Zweiten Weltkrieges von den französischen Streitkräften gesprengt wurde. Die Konklusion der Anträge: „Die Befreiung des Goetheanum und die Re-etablierung der Anthroposophischen Gesellschaft“ gilt aber genauso im weiteren Sinne der Herausforderung um endlich ein sterbendes Europa von dem Schatten des Kaisers neue zu befreien und zu beleben und auf dem Trümmerfeld des alten Kontinents zunächst „Oasen der Menschlichkeit“ herzustellen, die einmal miteinander verbunden zu einem „Weltfriedensbund“ führen können. - Siehe dazu mein Willehalm Blog auf Holländisch: http://wereldvredesbond.blogspot.com, wo die Herkunft und Entwicklung der Idee der Oasen der Menschlichkeit von Rudolf Steiner und seinem Nachfolger als Vorsitzender der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, dem Schweizer Dichter und Schriftsteller Albert Steffen und Herbert Witzenmann nachgegangen wird.  Siehe auch der Aufsatz „Oasen der Menschlichkeit“ vom letzteren  im Forum der Basler Zeitung vom 6. Oktober, 1984.) 

Daher ist es von größter Bedeutung, dass nach dem Vorbild der Großen Arkana III, der Kaiserin und IV, dem Kaiser aus dem Buch „Meditationen über die Großen Arcana das Taro ” (Verlag Anton Hain KG, Meisenheim am Glan, 1972) von Valentin Tomberg, dem „Autor aus dem Jenseits” – dessen Wunsch, anonym zu bleiben, nicht respektiert wurde – und geleitet von seinem Buch „Vom Völkerrecht zur Weltfriedensordnung” (Novalis Verlag, Steinberg-kirche-Neukirche, 2022), dass die neuen Positionen des Kaisers und der Kaiserin vom Europa geschaffen und besetzt werden, deren Mission mit Gottes Segen darin bestehen würde, das neue christliche Zivilisationsprinzip der Mitte einzuführen und damit die Europäischen Union als erweiterter Völkerbund des freien Menschen zu erneuern, die auf der Grundlage aktiver Neutralität als Vermittler zwischen Ost und West sich für die Herstellung von Weltfrieden und Gerechtigkeit einsetzen kann.

III. Es geschah am Widartag.

Im Folgenden werden nun die Ereignisse beschrieben, die mich dazu veranlasst haben, ein mögliches Verfahren zur Akklamation des ersten Kaisers und der ersten Kaiserin Europas festzulegen. Am 28. Juli, Maurice van der Toorn, ein schillernder, Marihuana rauchender Lebenskünstler und ehemaliger „Chippendale” aus Den Haag in den Niederlanden, auf seiner Facebook-Seite rief das niederländische Volk dazu auf, ihn angesichts der Parlamentswahlen im Oktober zum König zu krönen. Ich hatte Maurice zuvor schon mehrmals getroffen, unter anderem bei den Gedenkfeiern am 2. November letzten Jahres in Amsterdam zum Mord an dem niederländischen Filmemacher und „Enfant terrible” Theo van Gogh und am vergangen 6. Mai zum Mord an dem populären Politiker Pim Fortuyn im Media Park in Hilversum. (Maurice ist in einem langen schwarzen Mantel auf meinem, im Fußnote 3, angegeben YouTube-Kanal zu sehen in einer Video meiner Rede im Media Park in Hilversum, die sein Kameramann Danny gemacht hat. Das Bild oben zeigt den Verfasser dieser Synopse, wie er am 13. Februar vor einer Gruppe von Menschen im Kulturzentrum Antropia in Driebergen im Zentrum Hollands steht, um einen englischen Vortrag des anthroposophischen Autors und Therapeuten Are Thoresen aus Norwegen einzuleiten mit dem Titel „Christianizing the World as a Widar Impulse from Norway”.

Nun, um nicht in diesem Märchen hinterherzuhinken, schickte ich Maurice am Widartag, dem 20. August vor Tagesanbruch eine E-Mail über seinen Messenger: „Lieber Maurice, ich habe einen langen Kommentar zu deinem Facebook-Post vom 28. Juli geschrieben, in dem du die Menschen aufforderst, dich angesichts der Wahlen im Oktober zum König zu krönen, nicht weil du es willst, sondern weil es stattfinden kann. Inspiriert von der Aussage „Der Schatten des Kaisers spukt in Europa” aus dem Kapitel über den Kaiser von Valentin Tomberg in seinem Buch „Meditationen über die Großen Arcana des Taro” habe ich die Völker Europas aufgerufen, mich zum Kaiser zu krönen, wofür ich auch mein kaiserliches 'Wahlprogramm für Weltfrieden und Gerechtigkeit' mit weiteren Details auf meinem [niederländischen] Willehalm-Institut-Blog veröffentlicht habe. [Diese Version wurde inzwischen durch die Englische und dann die vorliegende ersetzt]. Dies widerspricht zwar der Ansicht von Valentin Tomberg, dass ein Kaiser Europas nur von Gott bestimmt werden kann, aber wer weiß, vielleicht ruht Gottes Segen doch darauf. Danke für Deine spielerische Kühnheit und Vision; ohne diese hätte ich diesen Schritt nicht machen können.”

Fünf Minuten später schrieb ich einen P.S.: „Das bedeutet, dass die Abteilung für Königliche Kunst des Willehalm-Instituts eine Art, ‚Kaiser von Europa-Projekt‘ initiieren sollte, da ich andere, die sich ebenfalls berufen fühlen, Kaiser von Europa zu werden, aufgefordert habe, sich zu melden. Dann sollte es eine Art ‚Olympische Spiele des Geistes‘ sein und kein politischer Zirkus, bei dem es darum geht, wer die besten Ideen und Qualifikationen hat, um mutig, heldenhaft und entschlossen aus dem spuckenden Schatten des Kaisers von Europa hervortreten kann. AMEN”

Maurice antwortete, dass er dies für etwas Besonderes halte und dass er einen Fahrradanhänger bauen wolle, um sich als Kaiser zu präsentieren, und fragte: „Woher wusstest Du das?”

„Ja, das ist in der Tat seltsam”, antwortete ich, „denn ich hatte keine Ahnung, dass Du Dich zum Kaiser erklären wolltest (proklamieren wäre das bessere Wort). Es ist ein Fall von Synchronizität; es lag in der Luft. Also, willkommen als erster Gegenkandidat für das Kaisertum Europas. Das Rennen ist eröffnet!“

Maurice schloss mit einem Daumen-hoch-Emoji.

Was mir erst wenig später klar wurde, ist, dass diese synchronistischen Entwicklungen genau am „Widartag“ stattfanden, dem Tag, der laut Are Thoresen, basierend auf seiner Frage an Widar selbst, als Tag dessen Existenz in der Welt gefeiert werden kann, etwas was ich an diesem Tag mit einer kleinen Gruppe von Menschen in Nordholland tat, ebenso wie Are in Norwegen selbst, indem er einen weiteren Zoom-Vortrag der Chicagoer Gruppe „Threefold Mankind” auf English über die Bedeutung von Widar in unserer Zeit hielt. (Widar ist der Gott aus der nordischen Mythologie, bekannt als Sohn Odins, der den Fenriswolf tötete und der, laut Angaben von Rudolf Steiner in seinem Zyklus "Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie" in Oslo (damals bekannt als Christiana) im Jahr 1910 [GA 121] derzeit als Nachfolger von Michael der leitende Erzengel der Sonne ist, sowie die Volksseele Norwegens und sogar die des gesamten germanisch-nordischen Europas. Dies hat Are Thoresen durch seine, auf Amazon erhältlichen Bücher vermittelt, wie „Reisen auf dem nördlichen Einweihungsweg – Vidar und Balder, die drei Elementarreiche und die innere und äußere ätherische Welt”, „Vidar II – Lehren aus dem ‚äußeren‘ ätherischen Bereich: Eine persönliche Begegnung mit Vidar und seinen Lehren“ und  „Weitere Mitteilungen aus den Geistigen Welten“, womit die oben zitierte Prophezeiung von Rudolf Steiner in Erfüllung tritt, dass die Zukunft Europas insbesondere von Norwegen sehr viel zu erwarten hlat. Dies lässt mich vermuten, dass trotz der Aussage des christlichen Hermetikers Valentin Tomberg, der zwischen 1939 und 1944 in Amsterdam lebte und arbeitete, dass ein Kaiser Europas nur göttlich bestimmt sein kann, diese Synchronizitäten am Widartag möglicherweise nicht ganz ohne göttliche Vorsehung sind...).                 

Als Antwort auf eine kritische Frage des rumänischen Filmemachers und Freundes Adrian Buescu, wie diese neue Kaiserkrönung denn stattfinden könnte, habe ich nun den ursprünglichen Untertitel „Mein kaiserliches Wahlprogramm für Weltfrieden und Gerechtigkeit” in den heutigen Untertitel geändert und mitgeteilt, dass ich meine kurze „Kandidatur” für das neue Amt des Kaisers von Europa zurückgezogen und ein dreistufiges Verfahren skizziert habe, wie dieses Amt, zusammen mit dem der Kaiserin, besetzt werden könnte. Dieses Verfahren ist für seine Umsetzung nicht von meiner Person abhängig, sondern grundsätzlich auch ohne meine eigene Beteiligung möglich, falls mein fortgeschrittenes Alter und Gesundheit zu einem Hindernis werden sollte.

IV. Übersicht über dieses sozialorganisches Mysterienspiel

Der erste Akt besteht darin, dass in jedem europäischen Land ein König und eine Königin aufstehen und als Vertreter des Volkes anerkannt werden (mit König und Königin meine ich zunächst nichts anderes als Meister der neuen königlichen Kunst, d. h. der Sozialorganik). Wie in den einleitenden Worten dieser Synopse erwähnt, aber nun etwas ausführlicher behandelt, wurde dieses neue konstitutionelles Zivilisationsprinzip von Rudolf Steiner von 1917 bis 1919 als Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus inauguriert zur Verwirklichung der Idealen der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Es begann mit seinen zwei internen Memoranden an den Kabinetten des Kaisers Wilhelms des Zweiten der deutschen und des Kaisers Karls des Ersten  der österreichisch-ungarische Regierungen als ein mitteleuropäischer Initiative für einen gerechten und dauerhaften Frieden zur Beendigung des Ersten Weltkriegs. Als diese aber nicht aufgegriffen wurden, trat Rudolf Steiner in die Öffentlichkeit auf mit seinem Buch „Die Kernpunkte der sozialen Frage” (GA 23) und seinem Appell „ An das deutsche Volk und an die Kulturwelt”. Als auch dies nicht verstanden und umgesetzt wurde, führte er 1922 mit seinem Nationalökonomischer Kurs (GA 340) und Seminar (GA 341) zur Weltwirtschaft, nach eigener Worten, eine neue Form und Sprache der sozialen Dreigliederungsidee ein. Die vierte und zunächst letzte Phase dieser Entwicklung fand während der Weihnachtstagung 1923/24 in Dornach in der Schweiz statt, da Rudolf Steiner die Anthroposophische Gesellschaft auf der Grundlage einer dreigliedrigen sozialorganischen Verfassung neu gründete, die als bewegendes Beispiel dafür, wie dieses neue Zivilisationsprinzip zu verwirklicht werden sei, die modernste aller Gesellschaften sein sollte. (Auch dies wurde, trotz u.a. meiner Klärungsversuche in Wort und Schrift über viele Jahre hinweg nicht verstanden, geschweige denn verwirklicht. Siehe z.B.  mein Anliegen an die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft in Dornach am 27. März 2021 unter dem Titel „Zur Wiederherstellung und Verwirklichung der Statuten der Anthroposophischen Gesellschaft“ zu sehen auf meinen YouTube Kanal. Weitere Klärungsversuche sind zu finden auf http://Willehalm-Stiftung.blogspot.nl. Siehe auch in diesem Zusammenhang u.a. die Schrift „Prinzipien vs Statuten: Ein Verwirrspiel als Prüfstein der anthroposophischen Gesellschaft“ von Reto Andrea Savoldelli, Leiter des von Herbert Witzenmann 1972 in Arlesheim. Schweiz gegründetes „Seminar für Jugendarbeit, Kunst und Sozialorganik“, jetzt in Basel und "DAS KREUZ DER WEIHNACHSTAGUNG ALS RECHTSFORM DES NEUEN CHRISTENTUMS", mein Antrag an die ordentliche Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft vom 31.März bis 2.April 2023 am Goetheanum, Dornach. 

Diese vierstufige Entwicklung wurde anschließend vom Begründer des erweiterten Begriffs der Sozialorganik für die Idee der Dreigliederung des sozialen Organismus Herbert Witzenmann weiter ausgearbeitet und vertieft. Dies lässt sich in seinen drei wegweisende, vom Gideon Spicker Verlag herausgegebene sozialorganischen Publikationen nachverfolgen, von denen nur eine, „Der gerechte Preis – Eine Grundfrage des sozialen Lebens”, vollständig als "The Just Price - World Economy as Social Organics" ins Englishe übersetzt wurde. Es handelt sich dabei um eine kongeniale  Einführung in Rudolf Steiners Kurs über die Weltwirtschaft, in der gezeigt wird, dass die zentrale Frage nach gerechten Preisen durch die Schaffung eines neuen produktiven, innerwirtschaftlichen Rechts durch die Bildung von Wirtschaftsverbänden, Assoziationen  von Produzenten, Händler und Konsumenten, gelöst werden kann. Weiter vertieft wird dies in seinem Manifest „KRISE UND ALTERNATIVE – Die Wurzel der Krise ist das Fortwirken bürgerlicher Besitzgesinnung“ in Witzenmanns Buch „Vom Urgrund der Menschlichkeit – Beiträge zu einer modernen Sozialgestaltung“ (Dornach, 2004), ins Englische übersetzt als „CRISIS AND ALTERNATIVE , wie in seinen Aufsätzen „Dynamische Geldfunktion – Ein sinnhaltiges Organisationskriterium zur Unterscheidung positiver und negativer Geldwirkungen“, ins Englische übersetzt als: “Dynamic Monetary Functions - A Sensible Criterion for Distinguishing Positive from Negative Effects of Money in Organizations” aus seiner Publikation „Geldordnung als Bewusstseinsfrage“ und „Die soziale Grundidee unserer Zeit“ ins Englische übersetzt als “SOCIAL ORGANICS - Basic Guidelines For A New Earth Trusteeship” aus seiner Publikation „Sozialorganik – Ideen zu einer Neugestaltung der Wirtschaft”.

Wesentlich ergänzt werden diese Schriften durch seine vier, auch vom Gideon Spicker Verlag veröffentlichen  „Sozial-ästhetischen Studien“, von denen nur zwei ins Englische übersetzt wurden, nämlich „Die Prinzipien der AllgemeinenAnthroposophischen Gesellschaft als Lebensgrundlage und Schulungsweg”, übersetzt als "CHARTER OF HUMANITY – The Principles of the General Anthroposophical Society as a Basis of Life and Path of Schooling” und „Gestalten oder Verwalten – Rudolf Steiners Sozialorganik – Ein neues Zivilisationsprinzip”, übersetzt als: “TO CREATE OR TO ADMINISTRATE - Rudolf Steiner’s Social Organics: A New Principle of Civilization”. In der letzteren wird sogar aufgezeigt, wie ein drohender Atomkrieg durch ein spirituelles Verfahren vermieden werden kann. Diese Studien werden durch ein Leitbild eingeleitet mit dem Titel „Die Schaffung einer Überwelt”, dem Reich der Seele zwischen der geistigen und der materiellen Welt, d. h. Gottes Reich der Freiheit und Liebe nicht auf, sondern in der Welt. In dem Text lesen wir: „Sozialästhetik ist die Wissenschaft der Zukunft, so wie Ästhetik im Allgemeinen die Zukunft der Wissenschaft ist. Eine Wissenschaft der Ästhetik muss die Zukunft unserer Zivilisation begründen, sofern unserer Zivilisation überhaupt eine Zukunft beschoren ist.“    

Eine erhebliche Erkenntnisaufgabe, hinsichtlich der Dreigliederung des sozialen, physischen, psychischen und geistigen Organismus besteht darin, sie durch die neue Lehren der übersinnlichen Widar-Schule von Are Thoresen  zu ergänzen, wonach sich mit dem raschen Aufkommen und der allgemeinen Akzeptanz der künstlichen Intelligenz KI die Dreigliederung in all diesen Bereichen zu einer Viergliederung entwickelt. Darum ist eben das richtige Verständnis und der mutige Einsatz dieser „Four Powers” oder vier Produktionsfaktoren des sozialen Organismus Natur, Arbeit, Kapital und jetzt KI von entscheidender Bedeutung für das Überleben der Menschheit, wie wir sie kennen, d.h. dass sie nicht nur einer Elite sondern dem Volk, ja der ganzen Menschheit zu Gute kommen. (Diese drei Produktionsfaktoren oder Mächten  bilden nach dem 1922 von Rudolf Steiner gegebenen Nationalökonomische Kurs den sozialen Organismus und wozu nun seit etwa 2019 als die 5. Entwicklungsphase der Sozialorganik die KI hinzugetreten ist. Dies zur Erklärung des Titels dieses Mysterienspiels, eine Variation auf das Lied "Power to the People" von John Lennon.)

Der zweite Akt besteht darin, eine Versammlung in einer europäischen Hauptstadt abzuhalten, vorzugsweise in der Kaiserstadt Amsterdam, der 1489 vom österreichischen Kaiser Maximilian das Recht gewährt wurde, die Kaiserkrone in ihrem Wappen zu führen, und deren aktuelles Motto „Heroisch, Entschlossen und Barmherzig“ 1946 von Königin Wilhelmina hinzugefügt wurde, wo die versammelten „Könige” und „Königinnen” Europas hinter verschlossenen Türen ein Ehepaar aus ihren Reihen zum Kaiser und zur Kaiserin Europas akklamieren.

Der dritte und letzte Akt besteht darin, dass in einer festlichen öffentlichen Versammlung als (verspäteter) Beitrag zur Feier des 750-jährigen Jubiläums von Amsterdam der erste Kaiser und die erste Kaiserin Europas mit der universellen Mission der Förderung und des Schutzes des neuen Erkenntnis-Christentum. (Wieso Christus und das neue Christentum, wie überhaupt das Geistige, des Schutzes bedarf, siehe: „Die Prinzipien Rudolf Steiners in ihrer spirituellen und sozialen Bedeutung“ von Herbert Witzenmann, kostenlos zu beziehen über https://www.das-seminar.ch/.) Dieses neue Christentum umfasst – wie Rudolf Steiner in seinen Vortragszyklen über die Bibel und andere religiöse Vorträge dargestellt hat – im Wesentlichen alle anderen großen Weltreligionen, und als dessen vorgesehenes Gefäß er während der vorhergenannten Weihnachtstagung 1923/24 in Dornach, Schweiz, die Anthroposophische Gesellschaft mit einer dreigliedrigen sozialorganischen Verfassung neu gründet hat. All dies wurde anschließend von Herbert Witzenmann weiterentwickelt und vertieft, unter anderem mit seinen 13 Kommentaren zu Rudolf Steiners Buch „Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums”, nur teilweise ins Englische übersetzt als “Christianity as Mystical Fact and the Mysteries of Antiquity”, und seinem magisch-idealistischen Aufsatz „Vorverkündigung künftiger Geistgemeinschaft bei Novalis”, übersetz als "CHRISTENDOM OR EUROPE: The Prenunciation Of Future Spiritual Community In The Work Of Novalis" aus dem Buch „Die Poesie als sozialorganische Kraft bei Novalis".

Dieses neue Christentum wurde wie auch von Valentin Tomberg vertieft u.a. mit seinen tiefgründigen, zweibändigen vom Achamoth Verlag in Schönach 1989 und 1991 herausgegeben Werk: „Anthroposophische Betrachtungen über das Alte Testament“ und „Anthroposophische Betrachtungen über das NeueTestament und die Apokalypse“, ins Holländische übersetzt 2014 in der Kapelle in Oud-Zuylen bei Utrecht und 2015 in der Bibliothek des Willehalm Instituts in Amsterdam in einer Vortragsreihe öffentlich präsentiert unter dem Titel „Die Rechristianisierung der Niederlande durch das neue Christentum“ und seitdem online zu lesen. Siehe auch sein 5-teiligen Aufsatz „Erkenntnis als Mysterium“ übersetzt als "Knowledge als Mysterium" aus seinem Buch "Aufbruch zur 6. Kulturepoche".  

Ebenso wird dieses Neochristentum weiterentwickelt in den Bücher der deutschen Anthroposophin Judith von Halle über das Neue Testament und in ihrem neuesten fünfbändigen, vom Rosenkreuzertum inspirierten, meditativen Werk mit dem Titel „Das Wort in den sieben Reichender Menschheitsentwicklung” (Verlag für Anthroposophie, Dornach 2022), wie auch fortgesetzt in den Werken von Are Thoresen, insbesondere in seinen neuesten Bücher „Die vier Wege” und "Die vier Pforten" (www. Amazon.de, 2025) durch seine Lehren von dem sogenannten „Kollegium der neun Hüter der Schwelle” im Dienste Michaels und überschattet von Christus.

Zusätzliches Material zur Wegzehrung dieses Trajekts und als Leitfaden für den neuen Adel des Geistes, der vom zukünftigen kaiserlichen Hof praktiziert und ausstrahlen soll, findet sich in dem Buch „Die Tugenden – 12 Monatsmeditationen” von Herbert Witzenmann, das 2013 im Rahmen einer Ausstellung der Texte über die Meditationen der 12 Monate mit den Illustrationen des niederländischen Malers Jan de Kok im Rathaus von Amsterdam in einer Niederländischen und Englischen Übersetzung präsentiert und ausgestellt wurde.

Nicht zu übersehen schließlich ist das Buch „Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit des Grals” von Werner Greub in dessen Anhang der niederländischen Fassung „Willem van Oranje, Parzival ende Graal” (Verlag Willehalm Instituut, Amsterdam 2009) der Umwandlung von einer erblichen zu einer meritokratischen  Monarchie aufgezeigt wird, nach dem Vorbild von Parzival, der aus eigener Faust Gralskönig wurde und sogar den Gral „eroberte”, wie der Einsiedler Trevrizent voller Staunen ausrief und sagte: "groezer wunder selten ie geschah!"” (P. 799). (Siehe auch "Willehalm Institut Nachrichten Nr. 1" vom Mai 2002). 

V. Auf dem Weg zum Weltfrieden

Vorher wurde kurz auf die Idee der Weltfriedensbund der Oasen der Menschlichkeit eingegangen,  die zurückgeht auf Rudolf Steiner, Albert Steffen und Herbert Witzenmann. Dazu gehört naturgemäß die Idee der Weltfriedensordnung, für die wir dem Juristen Valentin Tomberg, dankbar sein können, der der Nachwelt sein Buch „Vom Völkerrecht zum Weltfriedensordnung – Die Problemgeschichte der Völkerrechtswissenschaft“ (Novalis Verlag, Stein-bergkirche-Neukirche, 2011) hinterlassen hat. Um einen ersten Eindruck von diesem Werk zu vermitteln, sei hier einen Auszug des Textes auf der Rückseite der englischen Übersetzung dieses Buches wiedergegeben:

„Valentin Tomberg greift das Thema seines früheren Werks ‚The Art of the Good: On the Regeneration of Fallen Justice‘ [ursprünglich  "Degeneration und Regeneration der Rechtswissenschaft" aus dem vom Achamoth 2018 herausgegeben Buch "Wer war Valentin Tomberg"] wieder auf, wonach die moderne Entwicklung des Rechts in seiner allmählichen Degeneration besteht. Ausgehend von Thomas von Aquins Rechtsauffassung sieht er an der Spitze des Rechtsgebäudes das ewige Recht, das sich in der Welt als göttliches Recht offenbart, da es selbst dem Naturrecht zugrunde liegt, das wiederum ein Gefühl für Recht und Gerechtigkeit als grundlegende Orientierung für das von den Menschen geschaffene positive Recht hervorruft. Tomberg beschränkt sich jedoch nicht darauf, seine These zu begründen, dass diese Stufen im Recht nicht mehr vorhanden sind, sondern bietet Perspektiven, wie dem von ihm so ausführlich diagnostizierten Degenerationsprozess durch eine Erneuerung des Rechts entgegengewirkt werden kann. Möge das Buch in Ihren Händen dazu beitragen, diese Herausforderung zu meistern!“

V. Konklusion

Ich habe in den vorangegangenen Seiten versucht das unglaubliche Reichtum an Ideen und Impulsen darzustellen, mit Hinweisen auf meine Englische und Holländische Übersetzungen, die als Grundlage für dieses Verfahren zur Festlegung und Besetzung des Amtes des ersten Kaisers und der ersten Kaiserin Europas dienen könnte. Dies in der inständigen Hoffnung, dass es einige Leser und Leserinnen gibt, die bereit sind, die notwendige Aufmerksamkeit aufzubringen, um dies zu verstehen und damit zur ersten Voraussetzung dafür beizutragen, dass dieses Mysterienspiel kein schönes Märchen bleibt, sondern eben Wirklichkeit wird. 

Die zweite Voraussetzung ist natürlich die Bereitschaft von Menschen und Institutionen, die notwendigen Zuschüsse für die Stiftung Verlag Willehalm Institut in Amsterdam bereitzustellen um diese hohe Ideal zu verwirklichen. Zu diesem Zweck habe ich mich zunächst dem Crowdfunding-Programm WhyDonate angeschlossen und bin offen für konstruktive Kritik, Ratschläge und Zusammenarbeit.  

Ich hoffe demnächst eine weiter ausgearbeitete Synopse dieses Mysterienspiels öffentlich zu präsentieren, vorzugsweise da wo das „Bed-in“ mit John Lennon und Yoko Ono 1969 stattfand im Hilton Hotel von Amsterdam, und begleitet von einem Band „Powers to the People“ mit mir als Sänger der eigenen Lieder, die ich unter dem Künstlernamen "Gypsy Scholar" in den siebziger Jahre mit den Musiker der Bands von Van Morrison in Woodstock und von Neil Diamond in Los Angeles aufgenommen habe.  

Sunday, August 31, 2025

WILLEHALM INSTITUT NACHRICHTEN Nr. 6, den 12. August 2025 : König Artus lagerte am Ufer der Birs in Dornach-Arlesheim.

Vorwort

Diese 6. Ausgabe der Willehalm Institut Nachrichten (WIN) wurde verfasst anlässlich des zweiten Besuches von Are Thoresen aus Norwegen vom 15. bis 20. September an das Dreieckland um Basel, wovon das Gesamtprogramm auf der Rückseite zu lesen ist mit Auskunft, wo und wie man sich für die Veranstaltungen und Aktivitäten anmelden kann. Der Text ist eine Erweiterung des kurzen Artikels der unter dem Titel „König Artus lagerte am Ufer der Birs“ am 7. August im Wochenblatt für das Birseck & Dorneck publiziert wurde. Die vorige Ausgabe der WIN erschien am 12. September 2024 als eine Sondernummer unter dem Titel „Widar, Are Thoresen und das neue Hellsehen“ im Zusammenhang mit der vom Willehalm Institut organisierten, vom 17. bis 21.September in Dornach stattgefundenen Widar- und Michael-Tagung mit Are Thoresen. Auf diesem Blog ist auch die 4. WIN-Ausgabe zu lesen mit den zugehörigen Links, eine Kurzbiographie und Bibliographie von dem Boten aus Norwegen. Zudem enthält sie eine erste Replik zum negativen Kommentar vom Redaktor Roland Tüscher des „Ein Nachrichtenblatt“ Nr. 18 vom 8. September 2024 zum Werk von Are Thoresen. Die am 1. August gestellte Frage an Tüscher, ob er bereit wäre wiederum ein Inserat für die kommende Tagung aufzunehmen wurde bis jetzt nicht beantwortet.

I. Die Lage der Drei Blutstropfen Szene

König Artus lagerte mit seinen zwölf Rittern der Tafelrunde im 9. Jahrhundert am Ufer der Birs in Dornach/Arlesheim, nicht weit weg von dem Ort, wo Parzival, völlig versunken im Anblick der drei roten Blutstropfen im Schnee, durch den norwegischen Artusritter Gawan wieder zum Bewusstsein seiner Selbst gebracht und zum in der Nähe befindlichen Lager des Königs Artus geführt wurde.

Dies ist nicht nur zu lesen in dem Buch „Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit des Grals“ von Werner Greub[i], sondern auch im Buch „Unser Leben ist geheimnisvoll nach Maß und Zahl geordnet: Die Gralsgeschichte im Lichte dieser Ordnung“ von Kurt Jauch[ii] und wurde zudem von dem Autor Are Thoresen an Ort und Stelle dank seiner Einsicht in die Akasha-Chronik bestätigt. Dies geschah, nachdem Thoresen am Ende seiner ersten Dornacher Michael & Widar-Tagung im vorigen Jahr[iii] mit einer kleinen Gruppe das rechte Ufer der Birs besuchte und dort – etwa 200 Meter nördlich der alten Römischen Brücke – den Ort der drei Blutstropfen genau identifizieren konnte. Wenn dies so ist, dann befand sich auch das Lager von König Artus in Dornach/Arlesheim.       

Darüber hinaus ergibt sich aus dem Gesamtzusammenhang der Gralsforschung Werner Greubs auf der Grundlage des Mittel-Hochdeutschen Originaltexts des „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach, dass das Jagdschlosses Karminal von König Artus sich dort befand, wo jetzt die Ruine Dorneck liegt (oben im Bild der römischen Brücke über der Birs zu sehen als Schloss Dorneck). Ja, sogar die lokale Bezeichnung „Dornach“ für das mittelhochdeutsche Wort „dornbusch“ wird von Wolfram von Eschenbach in seinem „Parzival“ benützt im Zusammenhang mit dem streitlustigen König Segramors aus dem Lager von König Artus. Der (nahe) Rhein sei nirgends so breit, dass er nicht hinüberschwimmen würde, um in Kampf mit einem Gegner zu treten, heißt es da (P. 285, Reclam Ed.). Dagegen warnt ihn König Artus, „Wir nähern uns jetzt dem Heer des Anfortas, das von Munsalvaesche ausreitet und den Grenzwald verteidigt. Da wir die Lage der Burg nicht kennen, können wir leicht in große Schwierigkeiten geraten.“ (P. 286) Nach der Forschung Greubs lag die Gralsburg „Munsalvaesche“, die geschützt wurde von den „Templeisen“ (nicht zu verwechseln mit den Tempelrittern aus dem 12. und 13. Jahrhundert) östlich der Arlesheimer Ermitage auf der halben Höhe des Berges Hornichopf. Hier nun wirft sich Parzival am Ende seines Leidensweges von der „Tumpheit“ durch den „Zwivel“ zur „Saelde“ am Pfingstsamstag, den 12. Mai 848, „zu Ehren der heiligen Dreieinigkeit vor dem Gral auf die Knie und betet um Hilfe für die Herzensnot des schwergeprüften Anfortas“ (P. 795). Dies spielt sich ab unter dem Stern von Munsalvaesche –  einer Wiederholung des Sterns von Bethlehem – inmitten der Gralsgemeinschaft und im Beisein seiner Frau Condwiramur, seines Sohns Lohengrin, seines arabischen Halbbruders Feirefiz und der arabischen Wahrsagerin Cundrie. Dann stellt er die Frage „Oheim, was fehlt Dir“, wodurch Anfortas durch die Christuskraft geheilt und Parzival zum König und Herrscher des Grals erhoben wird. Als der Einsiedler Trevrizent, der Bruder von Amfortas, der in der jetzt Tod-und-Auferstehung oder Proserpina genannten Grotte in der Arlesheim Ermitage wohnt, dies vernimmt, empfindet er es als derart unglaublich, dass er verwundert ausruft „Nie ist ein größeres Wunder geschehen! Ihr habt Gottes allmächtiger Dreieinigkeit die Erfüllung Eurer Willens abgetrotzt […] Es ist noch nie geschehen, dass jemand den Gral mit Gewalt errungen hätte, und ich wollte Euch gern von diesem Vorsatz abbringen. Nun aber ist alles anders gekommen. Ihr habt ein unermesslich großes Gut errungen, doch vergesst dabei nicht, demütig zu sein!“ (P. 798)

Bevor wir nun auf die Bedeutung eingehen, die Are Thoresen in seinem Buch „Reisen auf dem Nördlichen Einweihungsweg – Vidar und Balder, die drei Elementarreiche und die innere und äußere Welt“ der Szene der drei roten Blutstropfen im Schnee zumisst für den dreistufigen Entwicklungsweg von Parzival, wollen wir erst die naheliegende Frage beantworten, wieso Werner Greub das Lager von König Artus am Ufer der Birs („Plimizoel“ bei Wolfram) in der Schweiz lokalisiert, denn König Artus war, wie doch jeder meint zu wissen, zu Hause in England, Wales oder Westfrankreich. Dazu wird eine Passage über die Artus-Tradition aus dem Buch von Werner Greub wiedergeben (auf. S. 291), die anknüpft an die Aussagen von Rudolf Steiner, dass es nicht nur einen, sondern mehrere König Artus (wie auch mehrere Gralsburgen) gab:

"Die Artus-Tradition ging über Jahrhunderte. Der Träger der Tradition nahm immer den Namen Artus an. Es gab wirklich einmal einen Artus in Nantes. Der Artus von Nantes an der Loire ist aber ein anderer Artus als der Artus van Nantes im Jura. Wenn Nantes an der Loire einmal Artus-Sitz gewesen ist, dann musste es im Land Bertâne, welches damals mit der heutigen Bretagne identisch war, auch einen Wald Brizljân gegeben haben. Wir haben im Bericht Kyot-Willehalm auseinandergesetzt, dass es schon vor Christi Geburt und von da an bis in die Zeit, von welcher Wolfram berichtet, immer Artus-Ritter gegeben hat, welche die Artus-Tradition pflegten. Irgendwo in Westeuropa gab es in jedem Jahrhundert einen König Artus als Traditionsträger und zwölf Artusritter mit den traditionellen Namen. Der Ort, in welchem Artus dicke sass [des Öfteren war], hieß immer Nantes, und das Jagdhaus Karminal befand sich immer in einem Wald, dem der Name Brizljân gegeben wurde. Diese Namen gingen da und dort in Allgemeinenbesitz der Bewohner der Gegend über und erhielten sich als geographische Namen bis in unsere Zeit. Dies ist in Nantes an der Loire der Fall gewesen, wo der sogenannte historische Artus des 5. Jahrhundert gelebt haben kann, und dies ist wohl auch in Nantua zu jener Zeit geschehen, in welche der nicht weniger historische Artus lebte, von welchem uns Wolfram von Eschenbach berichtet. Der Name Nantua weist deutlich auf eine ehemalige Artus-Hauptstadt hin. Wir müssen diese Artus-Stadt als Artus-Sitz des 9. Jahrhunderts bezeichnen, weil sich die Angaben Wolframs deutlich auf diese Stadt Nantua im Jura und durchaus nicht auf Nantes an der Loire bezeichnen. Wir suchen bei Wolfram von Eschenbach absichtlich nicht irgendeine der vielen Artus-Landschaften der ersten neuen Jahrhunderte, weil Wolfram von Eschenbach nur diese eine, ganz konkrete Landschaft beschreibt."

II. Die Bedeutung der drei Blutstropfen-Szene

Im „Anhang – Der Nördliche Pfad in der Geschichte“ seines obengenannten Buches gibt Are Thoresen einige historische Beispiele aus der Weltliteratur. Er leitet diesen Anhang wie folgt ein (auf S. 208):

"Dieses Buch basiert auf meinen eigenen Erfahrungen beim Praktizieren des Nordischen Einweihungsweges, der Nordischen Tradition, der ich angehöre sowie der Anthroposophie Rudolf Steiners. So spreche ich im Allgemeinen von der Schwelle, den drei Elementarbereichen und der ätherischen Welt, darüber hinaus, sowohl von der „inneren“ ätherischen Welt als auch der „äußeren“ ätherischen Welt und in einem nordischen und europäischen Kontext sowie natürlich in anthroposophischen Konzepten. In diesem Anhang möchte ich auf einige historische Quellen und Assoziationen eingehen, die mit diesem Weg verbunden sind, so wie ich dies verstehe."

Nachdem er Beispiele angeführt and kommentiert hat aus der Völuspá, altnordisch für „Weissagung der Seherin“, dem ersten und bekanntesten Gedicht der poetischen Edda, welche die Geschichte von der Erschaffung der Welt und ihrem bevorstehende Ende erzählt, und aus der Kalevala, einem epischen Gedicht aus dem 19. Jahrhundert, das als Nationalepos Kareliens und Finnlands gilt, leitet er die Szene über die drei Blutstropfen aus dem Parzival wie folgt ein:[iv]

"Artus ist van seiner Burg Karidol [in Nantua] aus auf die Suche nach dem Roten Ritter (Parzival) geritten, der ihn vor Ither verschont hat. Er will ihn zu einem Ritter machen. Es ist ein verschneiter Maitag (von mir [= AT] hervorgehoben). Parzival sieht auf einem Feld bei Joflanze[v], neben dem Fluss Plimizöl [d.h. der Birs], Blutstopfen im reinen weißen Schnee (von einer Gans, die von Artus‘ Falken angegriffen wurde) und fühlt sich an seine Geliebte Condwiramurs erinnert. Er starrt auf die roten Blutstropfen im weißen Schnee und 'versenkt' sich in dieser und 'verschmilzt' mit ihnen. Er ist ein wenig weltvergessen und sieht und hört nichts anders als das Rot im weißen Schnee. Während er so [auf seinem Pferd] dasitzt, hebt er unbewusst seine Lanze, ohne daran zu denken, dass dies ein Zeichen des Kampfes ist. So gibt Parzival der Welt ein Zeichen, dass er zum Kampf bereit ist. So dasitzend, ganz in die geistige Welt eingetaucht, die Schwelle zur Elementarwelt überschritten, erscheinen drei Gegner (die drei gegnerische Kräfte). Ein Knappe von Cunneware begegnet ihm und ruft aus. Der rücksichtlose Segramors kommt und will gegen Parzival kämpfen. Er reitet mit erhobener Lanze gegen ihn, aber kurz bevor er ihn trifft, 'erwacht' Parzival und schlägt ihn nieder. Segramors greift an, verliert aber. Parzival kehrt in seinem meditativen Zustand zurück und ist immer noch in Gedanken an die Liebe versunken. Daraufhin fordert [Marschall] Keie ihn heraus, verliert den Kampf aber auch. Gawan[vi] reitet hinaus, deckt die Blutstropfen zu, damit Parzival wieder zu sich kommt, und begleitet Parzival zu Artus‘ Lager, wo er ihm von Gawans Vater Lot erzählt. Parzival ist der Waleis, 'die Blume aller Menschen', immer noch bartlos und von strahlender Schönheit. Cunneware heißt ihn willkommen und freut sich, dass Parzival das Unrecht gerächt hat, das Keie ihr angetan hat. Parzival wird gesäubert und gekleidet, trifft Artus und wird zum Ritter der Tafelrunde ernannt. Ginover schließt sich ihnen an und verzeiht Parzival den Mord an Ither. Dann reist Parzival weiter und findet am Ende den Weg zurück zum Gralsburg. Doch ohne dieses zentrale Erlebnis wäre seine Reise unmöglich gewesen." (S. 222-223)

Are Thoresen interpretiert dies nun wie folgt:

"Die ganze Geschichte von Parzival ist eng mit dem Nördlichen Strom der Initiation verbunden und weist enge Parallelen zur Erzählung der Völuspá und dem Kalevala aus. Zunächst wandert Parzival durch die externe Welt; macht seine Fehler, weiß aber dennoch dass er auf der Suche nach dem geistigen Leben ist. Dann, an einem Maitag, sieht er im Schnee die drei roten Blutstropen und versenkt sich in sie hinein oder verschmilzt mit ihnen. Indem er sich in diese rote Farbe der Natur hinein versenkt, betritt er den elementarischen Bereich der Existenz, und sofort erscheinen drei Männer auf Pferden in Form von drei Rittern (die drei Bereiche der elementarische Welt), die ihn herausfordern, während er auf seinem Pferd sitzt und seine Lanze in die Luft hält – ein bestimmtes Zeichnen in jenen Tagen, dass man zum Kampf herausgefordert wurde. Er siegt über alle drei Gegner. Dann ist der Weg zur Gralsburg wieder offen (die äußere ätherische Welt), und er kann seine Suche nach dem Gral fortsetzen (Christus in der äußeren Welt zu finden)." (S. 223-224)

III. Zum Gesamtprogramm der kommenden Tagung im Dreieckland

Für den Abendvortrag „Die Vier Pfade und Tore zu den geistigen Welten“ von Are Thoresen am 15. September in Lörrach und sein dreitätiges Seminar „Wir fanden einen Pfad –  vier Möglichkeiten, die geistigen Welten zu betreten“ in Dornach kann man sich am besten vorbereiten durch Studium seiner zwei letzten Bücher „Die Vier Tore“ und „Die Vier Wege“[vii]. Denn in diesen werden nicht drei Wege zu den Porten in die geistige Welten beschrieben, wie in seiner früheren Widar-Trilogie mit besonderer Berücksichtigung des Nordischen Einweihungswegs, sondern deren vier mit den entsprechenden Hütern der Schwelle, die einem als ein Kollegium der Neun im Dienst von Michael Aufschlüsse vermitteln und Rat erteilen können. Zudem werden die Methodiken und Übungswege beschrieben, die zu den geistigen Welten führen.[viii]

In der PowerPoint Präsentation „Die Parzival Revolution – Wolfram von Eschenbach als Historiker“ werde ich nach vermögen versuchen, die oben ausgemachten Indizien über den Ort der drei Blutstropfen, der Gralsburg Munsalvaesche und der Anti-Gralsburg „Schastel merveil“ im Gesamtzusammenhang der Grals- und Wolframs-forschungen von Werner Greub einzuordnen. Dies kann auch als eine Vorbereitung gelten für den Besuch am nächsten Tag an der Gralsstätte in der Arlesheimer Ermitage. 

Ankündigung des Willehalm Instituts 

Gesamtprogramm der Veranstaltungen und Aktivitäten von

Are Thoresen und Robert Kelder vom 15. bis 20. September 2025  

1. „Die Vier Pfade und Tore zu den geistigen Welten“. Abendvortrag von Are Thoresen am 15. September von 19:30 bis 21:30 Uhr in der Kulturwerkstatt in Lörrach bei Basel. Freiwilliger Beitrag (Richtbetrag €15). Anmeldung und Auskunft: kulturwerkstatt@gmx.de;

2. „Wir fanden einen Pfad –  vier Möglichkeiten, die geistigen Welten zu betreten“ 

Dreitägiges Seminar mit Are Thoresen am 16. 17. und 18. September von 10 bis 18 Uhr im großen Saal der Akademie für anthroposophische Pädagogik, Rüchti-Weg 5, CH-4143 Dornach. Eintritt: 150 CHF/Euro, pro Tag: 60 CHF/Euro. (Mittagessen am Speisehaus oder im Goetheanum ist möglich auf eigene Kosten);

3. Therapeutische Behandlungen durch die Mittel-Methode von Are Thoresen am 19. September von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr in Arlesheim. Kosten: 70 CHF/Euro für einzelne und 50 CHF/Euro für kollektive Behandlungen;

4. „Die Parzival Revolution – Wolfram von Eschenbach als Historiker“, PowerPoint Präsentation von Robert Kelder auf Grundlage des Buches von Werner Greub „Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit des Grals“ mit Bezügen zum Werk von Are Thoresen und Norwegen am 19. September von 17 bis 19 Uhr im Weidhof Café im Schloss Birseck, Arlesheim. Eintritt 20 CHF/Euro (inklusive Tee oder Kaffee);

5. Besuch an der Gralsstätte in der Arlesheimer Ermitage bis zur ehemaligen Lage der Gralsburg Munsalvaesche auf dem Hornichopf und des Hofs Soltane von Herzeloyde, wo Parzival aufgewachsen ist. Am 20. September von 9 bis 18 Uhr. Sammelplatz Museum Trotte, Ermitagestrasse 19, Arlesheim. Im Beitrag von 60 CHF/Euro ist ein Mittagessen mit Gemüsesuppe und Vollkornbrot im Restaurant Schönmatt (ohne Getränke) enthalten.

Hinweis: Anmeldung für die Veranstaltungen 2 bis 5 ist verpflichtend. Wenn man sich bei Theo Georgiades, contact@christall.nl anmeldet für die gewünschte Teilnahme, erhält man weitere Auskunft zugesandt, auch wie bezahlt werden kann. Bei Veranstaltung 2 ist Barzahlung an der Türe möglich, falls genügend Platz vorhanden ist. Bei Veranstaltung 4 ist Platz für etwa 40 Teilnehmer; bei der Führung durch die Eremitage mit u.a. Robert Kelder ist das Maximum etwa 20; wegen dem Gelände nicht geeignet für ältere Leute; Bergschuhe und Wanderstock sind empfohlen. Alle Bücher von Are Thoresen, wie „Die vier Wege“, „Die vier Tore“, „Die vergessenen Mysterien von Atlantas“, „5000 Jahre des Betrugs:  Der Gelbe Kaiser enthüllt“ und „Akupunktur und Translokation – ein „übersehener Aspekt der Medizin, des Lebens und der Spiritualität“ sind erhältlich bei Amazon.de.

Für das Gesamtprogramm zeichnet Robert Kelder, Direktor des Willehalm Instituts verantwortlich (email: willehalm@gmail.com, mit Dank an Björn Steiert vom Kulturwerkstatt, Lörrach für seine Mitwirkung. (Änderungen vorbehalten)  

   


[i] Werner Greub „Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit der Grals“ (Herausgegeben vom Goetheanum, Dornach 1974)

[iv] In einer Fußnote schreibt Thoresen: “Ich danke Michael McGoodwin für diese Zusammenfassung (www.mcgoodwin.net), auf der dieser Text basiert.“

[v] Dies ist nicht ganz richtig, denn König Artus lagert auch einmal auf einem Feld bei Joflanze, aber nicht am Ufer der Plimozoel, d. h. der Birs, sondern am linken Ufer des Rheins etwas nördlich von Basel im Elsass (das Wort ‚Joflanze‘ ist abgeleitet vom Schofland = Schafland, was auch faktisch stimmt). Nachdem wir mit Are den Ort der drei Blutstropfen besucht hatten, besuchten wir auch den Isteiner Klotz, nicht weit weg am rechter Ufer des Rheins in Deutschland, wo Werner Greub aus guten Gründen in seinem Buch die Anti-Gralsburg „Schastel merveil“ des schwarzen Magiers Klingsor lokalisiert hat, die eben nicht, wie manche, sich berufend auf Rudolf Steiner, behaupten identisch sei mit Klingsors Sitz „Kaltabelota“ in Sizilien. An diesem Ort hat Are einen riesigen asurischen Dämon wahrgenommen.  

[vi] Gawan stammt aus Norwegen, Sohn von König Lot und Sangive, und passt somit sehr gut in diese Beschreibung des nördlichen Initiationsweges. (Fußnote von AT)

[vii] Im in diesem Buch zu findenden Kapitel „Der vierte Weg führt zum vierten Tor, dem Tor des Lichts (und der Liebe)“ beschreibt Are u.a. seine übersinnlichen Erfahrungen auf seiner mehrtätigen Wanderung in den Fußspuren von Moses und den 12 Stammen Israels auf ihrem Exodus aus Ägypten durch die Sinai-Wuste. Da, wo es am Ende dieser Beschreibung heißt: „Nach weiteren neun Tagen auf diesem Weg, überquerte ich die Grenz nach Zion“ (S. 118) hat Are, anlässlich eines Besuches von Freund Theo Georgiades und mir bei ihm in Norwegen Anfang Juni, Folgendes zugefügt: „In diesem Zusammenhang ist es sehr interessant, dass nun drei Bücher erschienen sind, eines mit dem Titel ‚Mysteries of the Baltic Sea‘ (Geheimnisse der Ostsee), das andere ‚Nederland, het meest mysterieuze land aller tijden‘ (Niederlande, das geheimnisvollste Land aller Zeiten, nur in niederländischer Sprache) und das letzte Buch mit dem Titel „Mysteries in Nederland ontrafeld” (Geheimnisse in den Niederlanden entschlüsselt, auch nur in niederländischer Sprache). Alle diese Bücher behaupten, dass die Reisen von Moses und Odysseus aufgrund der Namen der Gebiete entweder in der Ostseeregion oder in den Niederlanden stattfanden. Dies zeigt zumindest mir, dass sich diese kosmischen Muster, die von Odysseus, Moses und Christus geschaffen wurden, in den Mustern jeder Region oder jedes Landes widerspiegeln, insbesondere in den Namen von Flüssen, Bergen oder anderen geografischen Strukturen.“

[viii] Näheres befindet sich im Buch „Fading und Merging“.

Tuesday, July 15, 2025

ANKUENDIGUNG DES WILLEHALM INSTITUTS - Gesamtprogramm der Veranstaltungen und Aktivitäten von Are Thoresen mit Robert Kelder von 15. bis 20. September 2025

1."Die Vier Pfade und Tore zu den Geistigen Welten" - Abendvortrag von Are Thoresen (siehe Bild) am 15. September von 19:30 bis 21:30 Uhr in der Kulturwerkstatt, Riesstraße 4, D-79539 Lörrach. Freiwilliger Beitrag (Richtbetrag €15). Anmeldung und Auskunft: Kulturwerkstatt Dreiländereck, e.V., email: kulturwerkstatt@gmx.de;

2. „Wir fanden einen Pfad –  vier Möglichkeiten, die geistigen Welten zu betreten“.  Dreitägiges Seminar mit Are Thoresen am 16. 17. und 18. September von 10 bis 18 Uhr im großen Saal der Akademie für anthroposophische Pädagogik, Rüchti-Weg 5, CH-4143 Dornach. Eintritt: 150 CHF/Euro, pro Tag: 60 CHF/Euro. (Mittagessen im Speisehaus oder im Goetheanum ist möglich auf eigene Kosten);

3. Therapeutische Behandlungen durch die Mittel-Methode von Are Thoresen am 19. September von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr in Arlesheim. Kosten: 70 CHF/Euro für einzelne und 50 CHF/Euro für kollektive Behandlungen. Adresse wird zugesandt bei der Anmeldung (siehe Hinweis unten); 

4. „Die Parzival Revolution – Wolfram von Eschenbach als Historiker“, PowerPoint Präsentation von Robert Kelder auf Grundlage des Buches von Werner Greub „Wolfram von Eschenbach und die Wirklichkeit des Grals“ mit Bezügen zum Werk von Are Thoresen und Norwegen am 19. September von 17 bis 19 Uhr im Weidhof Café im Schloss Birseck, Arlesheim. Eintritt: 20 CHF/Euro (inklusive Tee oder Kaffee);

5. Besuch an der Gralsstätte in der Arlesheimer Ermitage bis zur ehemaligen Lage der Gralsburg Munsalvaesche auf dem Hornichopf und des Hofs Soltane von Herzeloyde, jetzt Rengersmatt, wo Parzival aufgewachsen ist; mit u.a. Robert Kelder am 20. September von 9 bis 18 Uhr. Sammelplatz Museum Trotte, Ermitagestrasse 19, Arlesheim. Im Beitrag von 60 CHF/Euro ist ein Mittagessen mit Gemüsesuppe und Vollkornbrot im Restaurant Schönmatt (ohne Getränke) enthalten.

Hinweis: Anmeldung für die Veranstaltungen 2 bis 5 ist verpflichtend. Wenn man sich bei Theo Georgiades, contact@christall.nl anmeldet für die gewünschte Teilnahme, erhält man eine Auskunft zugesandt, wie bezahlt werden kann und wo, falls anqwendbar, die Behandlungen stattfinden. Bei Veranstaltungen 2 und 4 ist Barzahlung an der Türe auch möglich, falls genügend Platz vorhanden ist. Bei der Führung durch die Eremitage ist das Maximum Anzahl Teilnehmer etwa 15; wegen dem Gelände nicht geeignet für ältere Leute; Bergschuhe und Wanderstock sind empfohlen; Bücher von Are Thoresen sind erhältlich bei Amazon.de

Für das Gesamtprogramm zeichnet Robert Kelder, Leiter des Willehalm Instituts, verantwortlich (email: willehalm@gmail.com).

Thursday, September 12, 2024

WILLEHALM INSTITUTE NACHRICHTEN NR. 5 VOM 12. SEPTEMBER 2024 IM ZUSAMMENANG MIT DER WIDAR- UND MICHAEL-TAGUNG IN DORNACH


Willehalm Institut Nachrichten

Nr. 5, den 12. September 2024 

Redaktion und Herausgeber: Robert Jan Kelder
Willehalm Institut für Anthroposophie als Gralsforschung, Königliche Kunst und Sozialorganik
Kerkstraat 386A, NL-1017 JB Amsterdam:Tel. +31 (0)6-23559564:E-Mail: willehalm@.gmail.com;

Widar, Are Thoresen und das neue Hellsehen



„Als was soll sich dann der Mensch sehen? […]
Er soll sich zum Sohne des Odins machen;
er soll in den Kampf eintreten,
und zwar bald in diesen Kampf eintreten.“

(Rudolf Steiner: „Die Mission einzelner Volksseelen in Zusammenhang.
mit der Germanisch-Nordischen Mythologie“ 9. Vortrag, Oslo, 1910)

“We Are Soldiers of the Good!”

(Are Thoresen in seinem bisjetzt noch nicht auf Deutsch erschienenen Buch
“Meeting Michael – Further Communications from Spirit Worlds” auf S. 50)

* * *

WIN – 1: Erschien in Mai 2002 unter dem Titel „Von Chastel Marveil nach Munsalvaesche/ Kosmopolitische Burgenwanderung von Istein über Basel nach Dornach/Arlesheim – Neugründung der Eremos-Gesellschaft für Gralsforschung“ (siehe: www.willehalm.nl unter der Rubrik „Archief“).
WIN – 2: Erschien Ende Dezember 2002 als „Schauplatz Goetheanum“ unter dem Titel: „Die Kardeiz Sage und das Kaspar Hauser-Schicksal der Anthroposophischen Gesellschaft: Wird die Weihnachtstagung / Mitglieder-Versammlung 2002 das verduftende Wesen Anthroposophia auf die Erde zurückrufen können?“ (siehe: www.willehalm.nl unter der Rubrik „Archief“).
WIN – 3: Im Willehalm Institut Archiv verschollen.
WIN – 4: Diese kosmopolitische Ausgabe erschien 2007 auch als Schauplatz Goetheanum unter dem Titel „GENAU AM SELBEN ORT - Zur Menschheitsrepräsentantentagung am Goetheanum vom 1.- 4. Februar 2007“, mit Artikel wie „Aufruf zur Verwirklichung der Sozialorganik“; „Anliegen und Antrag zum Menschheitsrepräsentanten am Goetheanum“ und „The September 11 Disaster and the Kardeiz Saga“.
WIN – 5: Erscheint nun als eine Sondernummer im Zusammenhang mit der vom Willehalm Institut organisierten, vom 17. bis 21.September in Dornach stattfindenden Widar- und Michael-Tagung mit Are Thoresen (https://willehalm-stiftung.blogspot.com/2024/08/widar-are-thoresen-und-das-neue.html ). Auf diesem Blog ist auch die 4. und diese 5. WIN-Ausgabe zu lesen mit den zugehörigen Links, und eine Kurzbiographie und Bibliographie von dem Boten aus Norwegen. Zudem enthält sie eine erste Replik zum Kommentar vom Redaktor des „Ein Nachrichtenblatt“ Nr. 18 vom 8. September 2024 Roland Tüscher über das Werk von Are Thoresen.
WIN – 6: Wird ein Bericht enthalten über die Widar- und Michael-Tagung und dessen vorgesehen, internen, Programm: Ein Besuch am 22. September an die von Werner Greub und Kurt Jauch aus dem Parzival von Wolfram von Eschenbach exakt lokalisierte Dreiblutstropfen- und Tafelrundeplätze im Lager vom König Artus am Ufer der Birs in Dornach/Arlesheim, an die Klingsor-Burg Schastel marveil auf dem Isteiner Klotz und an die Gralsburg Munsalvaesche auf dem Hornikopf im Osten der Arlesheimer Ermitage


1. Einführung 

Gegen Ende August gab es eine kleine, online Tafelrunde- Diskussion zwischen dem Redaktor des „Ein Nachrichtenblatt“ (ENB) Roland Tüscher, dem Therapeuten, Redner und Schriftsteller aus Norwegen Are Thoresen und dem Schreiber dieser Zeilen als Organisator der vom 17. bis 21. September in Dornach stattfindenden „Widar- und Michael-Tagung“ mit Thoresen. Bei der Diskussion wurde vereinbart, dass das ENB ein Inserat des Willehalm Instituts in der September-Ausgabe für die Tagung publizieren wird gleichzeitig mit einem Kommentar von dessen Redaktor im Sinne der Vorträge Rudolf Steiners vom 13. November, 1909 „Über das rechte Verhältnis zur Anthroposophie“ (GA 117) und dem 8. Vortrag vom 27. März 1915 aus „Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung“ (GA 161). Das Zitat aus diesem 8. Vortrag lautet: "Dieses Verständnis der Geisteswissenschaft muß vorangehen dem eigentlichen Schauen. Auch hier ist es so, daß man sagen kann: es ist der umgekehrte Weg von dem der richtige, der in der physisch-sinnlichen Welt der richtige ist. In der physisch-sinnlichen Welt haben wir zuerst die richtigen Anschauungen, dann gehen wir zum gedanklichen Betrachten über; wir bilden uns die wissenschaftlichen Urteile hinterher. Beim Aufsteigen in die geistige Welt ist es umgekehrt. Da müssen wir zuerst die Begriffe und Vorstellungen entwickeln, müssen uns anstrengen, um uns objektiv in die Geisteswissenschaft einzuleben; sonst können wir niemals sicher sein, daß irgendwelche Beobachtung in der geistigen Welt von uns im richtigen Sinne gedeutet wird. Da muß die Wissenschaft eben dem Schauen vorangehen. Und das ist es, was vielen so unendlich unbequem ist: daß sie die Geisteswissenschaft studieren sollen. Das nehmen viele als unbegreifliche Zumutung hin. Denn sie streben danach, Anschauungen zu haben in der geistigen Welt. Gewiß, die kann man relativ leicht haben; aber sie richtig zu deuten, dazu gehört, daß man wirklich objektiv, selbstlos sich in die Geisteswissenschaft einläßt, sich mit ihr durchdringt.“

Da nun dieser Kommentar aus Interesse für die Frage an Are Thoresen, „Was ist dein Erkenntnisweg, BEVOR du das gleiche Objekt/Wesen in der elementaren Welt siehst?“ gleichzeitig mit dem Inserat am 8. September erschienen ist, und, nehme ich an, als eine Art Urteilsgrundlage gemeint ist für die Tagung mit Are Thoresen bzw. dessen Werk, habe ich dem ENB-Redaktor zunächst gefragt, im Sinne von Wort und Gegenwort, mindestens die zwei ersten von den drei Stellungnamen meines Kurzkommentars, mit einem Link zu dessen Begründung, in diesem Aufsatz zu publizieren. Nach einigen Überlegungen habe ich die drei Stellungnamen[1] zu einem Text reduziert und zugleich etwas erweitert, der nun folgt:


II. Mein Kurzkommentar aus „Ein
Nachrichtenblatt“ Nr. 18 vom 8. September

Der Kommentar von ENB-Redaktor Roland Tüscher stützt sich auf zwei Vorträge von Rudolf Steiner aus GA 117 und GA 161, die alle aus dem ersten 7-jährigen Vortragszyklus von Rudolf Steiner stammen, und das alte, atavistische Hellsehen und nicht das neue, selbstbewusste Hellsehen behandeln.[2] Dies behandelt Rudolf Steiner, soweit mir bekannt, fast ausschließlich am Anfang seines, von 1910 bis etwa 1917 dauernden zweiten Vortragszyklus und zwar in dem Zyklus von elf Vorträgen „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie“, gehalten in Kristiania (Oslo) im Juni 1910 (GA 121). Es ist dieses durch Widar und Baldur eingeführte neue Hellsehen, das zugleich ein Hellfühlen und Hellhören ist, das der Bote aus Norwegen Are Thoresen, wie er auf meine Frage ausdrücklich bestätigt hat, betätigt.

Nun sind die zwei obengenannten Vorträge selbstverständlich zeitbedingt in dem Sinne, dass sie sich nicht direkt und konkret auf neue Entwicklungen beziehen können, die in der geistigen Welt erst seit der Zeit Rudolf Steiners eingetreten sind, wie z. B., nach Thoresen, die Vererbung durch Widar auf Michaels Platz als Erzengel und die vollständige Öffnung der drei Bereiche der elementarischen Welt. Deswegen ist die Maxime Rudolf Steiners aus seinem ersten Vortragzyklus von 1902 bis 1909 „Erst Erkennen, dann Hellsehen“ nicht anwendbar auf das Werk von Are Thoresen über den nördlichen Einweihungsweg und die übersinnliche Widar-Schule, insofern dies Neuland betrifft und wofür deshalb die Anthroposophie Rudolf Steiners kein Begriffsreservoir beinhaltet, woraus geschöpft werden kann. Das Wahrheitskriterium dabei ist Intuition, die Einswerdung mit dem Wahrgenommenen, wie auch dasjenige, was Rudolf Steiner nennt, das gesunde Gefühl für die Wahrheit. Außerdem gibt es nach Thoresen, wie er in seinem eschatologischen, noch nicht auf Deutsch erschienenen Buch „Meeting Michael – Further Communications from Spirit Worlds‘ (auf S. 2 f.) schreibt, ein gegen Illusionen schützendes Gesetz in der geistigen Welt, das er praktiziert, und das für alle, sowohl wohlwollende als auch feindselige Wesen gilt, nämlich dass, wenn nach ihrem wahren Namen gefragt wird, sie das offenbaren müssen.

III. Versuch einer Begründung

Der Vortrag vom 13. November, 1909 (GA 117), worüber der Redaktor des „Ein Nachrichtenblatt“ ein Kommentar geschrieben hat, war nach den Worten von Rudolf Steiner der Abschluss eines 7-jährigen Vortragszyklus in dem Leben „unserer anthroposophischen Bewegung“. Auch das Zitat aus dem GA 161 fiel in dieser Periode. Beide Vorträge gingen über die Geisteswissenschaft als notwendige Entwicklung des höheren Erkennens aus dem alten, atavistischen Hellsehen, nicht aber über das neue, selbstbewusste Hellsehen. Darüber fing Rudolf Steiner erst 1910 in seinem zweiten, bis etwa 1916 oder 1917 dauernden Zyklus von Vorträgen an zu sprechen. Ganz am Anfang dieser zweiten Periode sagt er in dem Volksseelenzyklus über den germanisch-nordischen Volksgeist Widar als Überwinder dieses alten Hellsehens: "Nicht dasjenige, was an Kraft der alte Erzengel Odin ergeben hat, nicht die alten hellseherischen Kräfte können retten; da muss etwas anderen kommen. Dieses andere aber kennt die germanisch-nordische Mythologie. Von dem weiß sie, dass es vorhanden ist. Sie weiß, dass die Äthergestalt lebt, in der sich inkarnieren soll dasjenige, was wir wiedersehen sollen als ätherische Christusgestalt. Und dieser wird es erst gelungen, auszutreiben, was an ungeklärter hellseherischer Kraft, die Menschenseele verwirren wird, wenn Odin nicht vernichtet den Fenriswulf, der nichts anders ist repräsentiert als die zurückgebliebene Hellseherkraft. Widar, der sich schweigend verhalten hat, während der ganzen Zeit, der wird der Fenriswulf überwinden. Das sagt uns auch die Götterdämmerung“ (GA 121, 6. Auflage 2021, S. 206).

In seinem Buch „VIDAR II: - Lehren - aus dem ‚ÄUSSEREN‘ ÄTHERISCHEN BEREICH Eine persönliche Begegnung mit Vidar - und seinen Lehren“ (auf S. 20 f.) berichtet nun Are Thoresen erstmals über die neue Beziehung von Widar zu Michael: „Am nächsten Tag ging Vidar auch ein wenig auf seine Beziehung zu Michael ein. Er erklärte kurz, dass, obwohl er Michaels Platz als Erzengel geerbt hatte, Michaels Licht immer noch über ihn leuchtete wie das eine Vaters zu seinem Sohn, er war immer eins mit Michael. In gewisser Weise gibt es eine Verbindung zwischen Michael, Vidar und Balder.“ (Siehe auch Fußnote 6.)

Rudolf Steiners hoffnungsvolle Voraussicht das „etwas gefährliche Thema“ dieses Zyklus weiter zu vertiefen, konnte er aber leider nicht verwirklichen, da es zu viel Missverständnis hervorgerufen hat, und „es ist mir aufgelegt worden für die Zeit, die jetzt kommen wird, gar nichts mehr in meinen Vorträgen in Anknüpfung zu diesen Dingen zu berühren.“ (GA 275, 3. Januar 1915, 3. Auflage 1990, S. 146 f.)

Obwohl Rudolf Steiner nun gelegentlich trotzdem auf den Volksseelenzyklus zurückgeblickt hat,[3] so hat er dabei eigentlich nicht viel Weiteres über die Natur des neuen Hellsehens entwickelt, als das was er in dem 11. Vortrag des Volksseelenzyklus über Widar dargestellt hat als eine „Hoffnung für die Zukunft“: „So sehen wir, indem uns aus der Götterdämmerung herausglänzt die wundersame Gestalt des Widar, dass uns sozusagen eine Hoffnung für die Zukunft aus der germanisch-nordischen Mythologie entgegenleuchtet. Indem wir uns verwandelt fühlen gerade mit der Gestalt des Widar, den wir nun in seiner tieferen Wesenheit erfassen wollen, hoffen wir, dass dasjenige, was der Grundnerv und die lebendige Essenz alles theosophischen [d.h. anthroposophischen] Wesens sein muss, sich aus jenen Kräften, welche der Erzengel der germanisch-nordischen Welt [d.h. Widar[4]] zu der modernen Zeitentwicklung hinzubringen kann, wird ergeben können.“ (GA 121, 6. Auflage 2017, S.207).

Dabei ist weiter zu berücksichtigen, dass, wenn Rudolf Steiner sagt, die geisteswissenschaftliche Erkenntnis vor dem übersinnlichen Schauen geschehen muss, auf dass der Hellsehender schon wissen kann was er sieht, dass diese Aussage eben zeitbedingt ist in dem Sinne, dass es „nur“ dem riesigen damaligen Umfang der Anthroposophie betrifft, welches aber nicht ewig und allumfassend ist, wie Rudolf Steiner selber oft betont hat. Die geistige Welt ist immer in Entwicklung. Wenn darum neue Geschehnisse und bisher nicht bekannte Wesen darin auftreten, kann der hellsehende Beobachter sich nicht auf bereits gewonnenen Erkenntnissen berufen, er muss sie gleich neubilden.

In dieser Lage befindet sich nun Are Thoresen mit seinem Werk, das er als „eine unendliche Geschichte“ bezeichnet, einem organischen Werdegang aus seiner Begegnung mit und Unterweisung durch Widar, Baldur und sogar Christus, sowie manch anderer hoher Geisteswesen jenseits der Schwelle, woraus er nicht nur über neue, seit der Zeit Rudolf Steiners noch nicht vorhandene Entwickelungen and Wesen in der elementaren, ätherischen und geistigen Welt berichtet, In seiner Widar-Trilogie[5], seinem letzten Buch „Fading und Merging“ und Kursen, wie auch vorgesehen in der kommenden Widar- und Michael-Tagung, lässt er zudem seine Leser und Teilnehmer die Art und Weise mitvollziehen, wie er aus Erfahrung zu diesen neuen Befundungen and Offenbarungen, d.h. dem nordischen Einweihungsweg gekommen ist.

Das heißt also, dass die Maxime von Rudolf Steiner, „Erkennen vor dem Hellsehen“ in diesem Fall eben nicht anwendbar ist, da Are Thoresen in seinem Werk Neuland betreten hat und weiter betritt und sich dabei nicht auf schon vorhandene Begriffe der Anthroposophie von Rudolf Steiner stützen kann. Das betrifft z. B. die Lehre, die er empfangen hat von Widar über die Entwicklung der Drei- zur Viergliederung des menschlichen und sozialen Organismus, insbesondere das neue vierte Seelenglied „Zeit-Karma-Christus“, die künstliche Intelligenz (KI), die neben die drei Produktionsfaktoren Natur, Arbeit und Kapital (Geist), das neue vierte Glied des sozialen Organismus geworden ist und die neue, vierte Erkenntnisfähigkeit, neben der Imagination, Inspiration und Intuition, für die er das Wort „Inexperiation“ geprägt hat.[6] Obwohl er sich erst allmählich, nach einiger Zeit und Nachdenken ein Verständnis dazu errungen hat, bedarf es nach meiner Auffassung weiterer Vertiefung. Dies ist ja eine dringende Angelegenheit, denn genau wie Rudolf Steiner 1922 nach dem Ersten Weltkrieg am Anfang seines National-Ökonomischen Kurs (GA 340) sagte, dass die Weltwirtschaft einer der Hauptgründe dieses universellen Brüderkriegs war (neben der Anglo-Amerikanischen Freimauerei), so ist jetzt die KI die größte Gefahr für das Gedeihen und Überleben der Menschheit und Erde, falls sie nicht – wie manche ihrer eigenen Vertreter sogar selbst sagen –   gebändigt wird. Dies kann allein bewerkstelligt werden dadurch, dass sie mittels dem neuen 4. Seelenglied „Zeit-Karma-Christus“ als 4. Produktionsfaktor in den sozialen Organismus integriert und verchristlicht wird (siehe dazu Fußnote 6).  

Weiter bedeutet es, dass man aus diesem Werk sich Aufschluss über das neue Hellsehen verschaffen kann, denn als ich dessen Autor frug, ob er sich als Repräsentant von Widar [und damit auch von Baldur] betrachtet, bzw. ob er das von Widar inspirierte neue Hellsehen betätigt, etwas das ich aus dem Umgang mit diesem Werk und seines Autors allmählich gewonnen habe, antwortete er: „Ja, unbedingt!“ (E-Mail vom 23. August 2024). Und wenn man am Anfang von Band I seiner Widar-Trilogie „Reisen auf dem Nördlichen Einweihungsweg – Vidar und Balder, die drei Elementarreiche und die innere und äußere ätherische Welt“ ( S. 71) liest, wie er „zum ersten Mal mit der Hüter-Wesenheit des äußeren ätherischen Reiches konfrontiert wurde. Es war ein großes, freundliches, kindliches und lächelndes Wesen, das hoch oben an meiner rechten Seite verweilte. Auf meine Frage, wer ‚er’ ist stellte er sich als ‚Vidar’ vor und gab im gleichen Moment zu verstehen, dass er auch ‚Balder‘ nahestehe.“ Und wenn man im 2. Kapitel den Paragraphen „Das Christuslicht in der äußeren ätherischen Welt“ (S. 92. f.) und „Die Christuskraft in der Landwirtschaft“ weiterliest, ist dies nicht eine Erfüllung, dessen, was Rudolf Steiner im 11. Vortrag des Volksseelenzyklus prophezeit hat: „Wer Widar in seiner Bedeutung erkennt und ihn in seiner Seele fühlt, der wird finden, dass im 20. Jahrhundert den Menschen wieder die Fähigkeit gegeben werden kann, den Christus zu schauen. Der Widar wird wieder vor ihm stehen, der uns allen gemeinschaftlich ist in Nord- und Mitteleuropa.“? (Ebenda, S. 207).

Nachdem man die gesamte Widar-Trilogie gelesen und studiert hat, mag es nun berechtigt sein zu sagen, dass mit diesem Impuls, – nach der schrecklichen Zeit des Nationalsozialismus der dreißiger und vierziger Jahren, da man statt den neuen Götter der germanisch-nordischen Mythologie auf den öffentlichen Altar zu rufen, sich den alten geopfert hat – jetzt die hoffungsvollen Worte von Rudolf Steiner vom Ende des Volksseelenzyklus[7] und im Lichte desjenigen, was er später gesagt hat: „dass die Zukunft von Europa gerade von Norwegen wird sehr viel zu erwarten haben,“ doch noch im 21. Jahrhundert in Erfüllung treten werden. Nun ist es aber an den fortgeschrittenen Einwohnern von Europa und darüber hinaus gelegen, diesen Impuls kritisch, aber unvoreingenommen aufzunehmen, zu vertiefen und womöglich weiter zu verbreiten, und „als Streiter des Guten“, ausgerüstet mit der Christuskraft der Liebe, in den Kampf zu treten mit dem Fenriswulf, d.h. dem in der Bibel als Satan bekannten Ahriman. Diesem keinen weiteren Zugang zu verschaffen, wo er überhaupt nichts zu suchen hat und seine Scharen gar zu verschristlichen. (RJK, mit Dank an ChB und TM)



[1] 1. Der Kommentar von ENB-Redaktor Roland Tüscher stützt sich auf die Vorträge von Rudolf Steiner aus GA 117 und GA 161. Diese sind alle aus dem ersten 7-jährigen Vortragszyklus von Rudolf Steiner und behandeln das alte, nicht aber das natürliche and das neue Hellsehen. Sie sind selbstverständlich zeitbedingt in dem Sinne, dass sie sich nicht direkt und konkret auf neue Entwicklungen beziehen können, die in der geistigen Welt erst seit der Zeit Rudolf Steiners eingetreten sind. Die Maxime Rudolf Steiners „Erst Erkennen dann Hellsehen“ ist darum nicht anwendbar auf das Werk von Are Thoresen, insofern dies Neuland betrifft und deswegen kein Begriffsreservoir beinhaltet, woraus geschöpft werden kann. Das Wahrheitskriterium dabei ist Intuition, die Einswerdung mit dem Wahrgenommenen.

2. Das natürliche und neue Hellsehen behandelt Rudolf Steiner. soweit mir bekannt, fast ausschließlich am Anfang seines zweiten Vortragszyklus in dem Volksseelenzyklus (GA 121) von 1910 in Kristiana [Oslo]. Der Norweger Are Thoresen betätigt nach meiner und auch nach seiner Auflassung, dieses neue Hellsehen, dass zugleich ein Hellfühlen und Hellhören ist, und an seinem Werk über den Nördlichen Einweihungsweg und die Widar-Schule kann man darum inhaltlich und der Form nach Auskunft gewinnen über diese neue Hellsichtigkeit.

3. Mit diesem Werk tritt nun endlich eine Prophetie Rudolf Steiners mit in Erfüllung, dass „die Zukunft von Europa gerade von Norwegen sehr viel wird zu erwarten haben.“ (GA 226, 5. Auflage, Kristiana [Oslo], 1988. S. 9). Man möge es deshalb weiter kritisch, aber unvoreingenommen aufnehmen, vertiefen und womöglich verbreiten.

[2] Dieser Satz bezieht sich auf den Kommentar Tüschers aus der vorhergehenden Tafelrunde-Diskussion. Das Zitat aus GA 118 am Ende seines Kommentars auf S. 1 des ENB unter dem Titel „Zwei Formen von Hellsehen“ stammt dagegen aus 1910. In diesem eher abwertenden, suggestiven Kommentar, „wie aus dem Bahnhof“, wird der Eindruck erweckt, als ob unter der „Flut von am bloßen Glauben appellierenden Berichten über hellsehende Erlebnisse mit Geringschätzung der Wahrheitsfrage“ auch das Werk von Are Thoresen eingeordnet werden könnte. Denn auch dies gehe aus dem „neuen, natürlichen Hellsehen“ hervor und, wie auf S. 18 behauptet wird, entbehre einer Methodik. Dies ist aber für jemanden, der dieses Werk kennt keine immanente Kritik, denn wie aus meiner Begründung zu entnehmen ist, hat dieses Werk durchaus eine methodische Grundlage, wie z. B. das Buch „Fading und Merging“. Und wie schon der Titel von Kapitel 4 „Wie die gegnerischen Kräfte die geistige Beobachtung behindern indem sie unsere geistigen Sinne korrumpieren“ aus dem Buch „Reisen auf dem Nördlichen Einweihungsweg“ zeigt, wird die Wahrheitsfrage nicht vernachlässigt.

Es möge diese kurze Replik zunächst schließen damit, dass es nach Rudolf Steiner nicht nur zwei, sondern drei Formen vom Hellsehen gibt: das Alte, das Natürliche und das Neue, und dass diese Unterscheidung im Kommentar vom ENB fehlt. (Wird fortgesetzt.)

[3] Wie im Vortrag zu Kristiana (Oslo) vom 1923: „Es ist ja so, dass es mir vergönnt war, hier in Norwegen in Zyklus entscheidende anthroposophische Wahrheiten wiederholt entwickeln zu dürfen. Hier durfte ich auch jenen Zyklus sprechen, der immer wiederum vor meinen Augen steht, über die europäischen Volksseelen, und hier durfte manches andere über anthroposophische Dinge gesprochen werden. Hervorgerufen ist das durch die besonderen Verhältnisse, die dadurch gegeben sind, dass gerade Norwegen gewissermaßen, wie ich das bei früheren Gelegenheiten immer wieder charakterisieren durfte, an einem bemerkenswerten Punkte der europäischen Zivilisationsentwicklung liegt, und das die Zukunft von Europa gerade von Norwegen wird sehr viel zu erwarten haben.“  (GA 226, 5. Auflage, S. 99).   

[4] Widar und der Nordischen Erzengel sind, nach Sergej Prokofieff, obwohl miteinander eng verwandt nicht identisch. So schreibt er im "Anhang II - Skandinavien, Finnland, Russland und die Mission des nordeuropäischen Erzengels" seines Buches „Die geistigen Aufgaben Mittel- und Osteuropas" (2. Auflage, Ita Wegman Inst. 2014 auf S. 425): "Die eigentliche Aufgabe Widars im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Christus im Ätherischen betrifft die gesamte Menschheit und umfasst vollständig die Epoche des Wirkens der neuen Christus-Offenbarung, die sich von unserer Zeit an dreitausend Jahre, das heißt bis zur zweiten Hälfte der sechsten Kulturepoche hinziehen wird. Deshalb wird Widar, um seine zentrale Aufgabe zu erfüllen, während der nächsten dreitausend Jahre auf sein Aufsteigen zum Arche-Rang verzichten müssen [...] Der nordische Erzengel dagegen, der in unsere Zeit vornehmlich unter der nordeuropäischen Völker wirkt und sich gleichzeitig aktiv darauf vorbereitet, zum Rang eines Arche aufzusteigen, wird diese höhere Stufe seiner Entwicklung bereits in der Mitte der nachatlantischen Kulturepoche erreichen, um sich innerhalb derselben den Übergang zu der folgenden sechsten Kulturepoche vorzubereiten..." Da ich nicht dieser Auffassung war, habe ich am 12. Januar dieses Jahres Are Thoresen gemailt mit der Frage, wie er denn dieses Verhältnis sieht. Er seinerseits leitete die Frage weiter an Widar selbst. Schon am nächsten Tag bekam ich folgende Antwort (übersetzt aus dem Englischen): „Ich habe Vidar gefragt, und er hat mir bis jetzt zwei Versionen von sich gezeigt. Die eine ist riesig und umfasst die ganze Erde, und die andere ist viel kleiner und bezieht sich nur auf Skandinavien. Das ist neu für mich, dass dieselbe Individualität mehrere Ausprägungen hat, aber bei näherer Betrachtung ist es bei uns genauso. Ich kann ein solider Tierarzt, ein alberner Turmbauer und ein Dozent der Anthroposophie sein.“ Ich schrieb Are daraufhin ein P.S.: „Prokofieff macht am Anfang dieses Anhangs II sogar drei Unterscheidungen, nicht nur zwischen dem nordischen Erzengel und Vidar, sondern auch zwischen diesem nordischen Erzengel und dem norwegischen, dänischen und schwedischen, alles auf Grund seiner Lektüre des Volksseelenzyklus und offenbar nicht auf Grund tatsächlicher Beobachtung, d.h. wirklicher Erkenntnis. Was würde Widar dazu sagen?“ Ich bekam wieder gleich eine Antwort: von Are: „Er sagte gerade, dass er als zwei arbeitet, dann gibt es wahrscheinlich auch Volksseelen für die schwedische und dänische auch, aber die große ist für die ganze Welt.“

[6] Die Wortprägung „Experiation“ ist zu finden im 2. Teil der Englischen Widar-Triologie „Encounters with Vidar“ auf S. 97: “Now, if there is a fourth part of the soul that is being developed, a part that Vidar called or described as ‘time-Christ-karma’, then there must be a fourth level of cognition or understanding, a level of pure experience – of not ‘seeing’ as in imagination, of not ‘communicating’ as in inspiration, and not being ‘inside or at one with’ the spiritual being or aspect of reality as in intuition – but ‘living or experiencing’ the understanding. This level may need a new word (if it doesn’t already exist) – something like ‘Inexperiation’!?” Nachdem diese 4. Seelenkraft etwas weiterentwickelt wird, kommt der Autor darauf zurück in seinem noch nicht erschienenen Buch „Meeting Michael“, indem er schreibt (auf S.91), nachdem er schon auf S. 50 dargestellt hat, dass “wir Streiter des Guten werden müssen”: „Then slowly, I understood Michael was expressing himself through the fourth soul ability, the ‚time-karma-Christus‘ aspect. And now, inklings of a message or teaching – initially rather vague – were coming through.  It related to the mystery of evil, It related to the mystery of evil […] Michael now added to this understanding as follows: ‘Darkness will become divine light. This is my future realization.’ As a result of this, it was clear to me that we must understand darkness, understand evil, and that is our present goal.”

Mir scheint diese Seelenkraft „Zeit-Karma-Christus“ der Methode verwandt zu sein, die Rudolf Steiner als Untertitel für die 2. Auflage seiner „Philosophie der Freiheit“ beschrieben hat: „Seelische Beobachtungen nach naturwissenschaftlicher Methode“. Diese hat Herbert Witzenmann in seinem ganzen Werk weiterentwickelt, wie z. B in seinem Buch „Die Philosophie der Freiheit als Grundlage des künstlerischen Schaffens“, das ich auf Englisch übersetzt habe als „The Philosophy of Freedom as a Basis of Artistic Creation“.  Auch Valentin Tomberg hat diese Methode weiterentwickelt, sogar so weit, dass damit hohe Geistwesen und Figuren aus der Bibel, wie die zwei Jesuskinder, Johannes der Täufer, Sophia, Luzifer und Christus erlebt werden können. Siehe z. B. sein Buch „Aufbruch zur VI. Kulturepoche“ (Achamoth Verlag, 2018) den Aufsatz „Erkenntnis als Mysterium“, das ich auch auf Englisch übersetzt habe als „Knowledge as Mysterium – The Christianization of All Human Knowledge“.

[7] Das Schlusswort vom 11. Vortrag des Volksseelenzyklus lautet: „Und wenn wir mit den Worten des schweigsamen Asen Widar sprechen wollen: Wenn hohe Kräfte in der Menschheit in Zukunft erwacht sein werden, die wir ganz gewiß vor unseren Augen sehen werden, dann wird er der tätige, der aktive Freund des Zusammenarbeitens, des Zusammen-Fleißigseins sein, in dessen Sinne wir alle zusammen gewesen sind. Lassen Sie uns in diesem Sinne nach einigen Tagen des Beisammenseins wieder räumlich scheiden, uns aber im Geiste in diesem Sinne immer beisammen sein. Woher wir auch als Schüler der Geist-Erkenntnis kommen, von weit oder nah, mögen wir uns stets in Harmonie zusammenfinden, auch wenn wir uns einmal bei einem Thema fragen, was die Individualitäten dieser oder jener Erdengebiete sind. Wir wissen, daß das nur einzelne Opferflammen sind, die nicht auseinander züngeln, sondern zusammenschlagen werden zu dem gewaltigen Opferfeuer, das zum Wohle der Menschheit zusammenschlagen muß durch die geisteswissenschaftliche Weltanschauung, die uns so sehr am Herzen liegt und tief in unserer Seele wurzelt.“